Hier präsentiere ich mein sehr persönliches Bibelvers-Aquarell. Wer bereits mehr über mich gelesen hat, weiß, dass ich eine schwere Zeit der Krankheit hinter mir habe. Gerade diese Erfahrung hat mich überhaupt erst dazu gebracht, Bibelvers-Bilder zu malen. Der Ursprung dieses kleinen Bildes liegt inzwischen ein Jahr zurück: Damals befand ich mich zur Reha, wo die ersten Ideen dazu entstanden.


Dort war ich in einem winzig kleinen Zimmer mit großen Fenstern untergebracht. Gerade dieser kleine Raum wurde zu einem besonderen Rückzugsort. Der Mini-Schreibtisch schenkte mir überraschend viel Freude und wurde zum Mittelpunkt meiner kreativen Stunden. Ruhe fand ich vor allem bei Spaziergängen in der Umgebung. Fast immer brachte ich kleine Fundstücke mit zurück. Zuhause malte ich sie und ließ daraus ganz spontane, kleine Bilder entstehen.


Meine Krankheits- und Heilungsgeschichte wurde von vielen ermutigenden Bibelversen begleitet. Einer davon war für mich besonders bedeutsam: „Er wird deinen Mund wieder mit Lachen füllen“ (Hiob 8,21). Diese Worte haben mir immer wieder Hoffnung geschenkt und mich daran erinnert, dass schwere Zeiten nicht für immer bleiben.
Gerade während einer langen Genesungsphase fällt es oft schwer, geduldig mit sich selbst zu sein. Heilung lässt sich nicht erzwingen – sie braucht Zeit. Mit diesen Gedanken im Herzen stieß ich auf die Worte aus Prediger 3,1: „Alles hat seine bestimmte Stunde, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit …“ Und dazu gehört auch: Heilen hat seine Zeit.
Dieser Vers traf mich damals mitten ins Herz. Er erinnerte mich daran, dass nicht alles sofort geschehen muss und dass auch die Zeit des Wartens ihren Sinn haben kann.


Die abgefallenen und bereits verwelkenden Rosenblätter, die dieses Bild zieren, greifen diesen Gedanken auf. Sie erzählen von Vergänglichkeit und von Lebensabschnitten, die sich verändern. Was auf den ersten Blick wie ein Zeichen des Endes wirkt, erinnert zugleich daran, dass alles seine Zeit hat – das Blühen ebenso wie das Verwelken, die Kraft ebenso wie die Schwäche, die Krankheit ebenso wie die Heilung. Für mich wurden die Rosenblätter zu einem stillen Sinnbild dafür, dass auch die schwierigen und zerbrechlichen Zeiten ihren Platz im Leben haben und Teil eines größeren Weges sind.


Trotz der schweren Gedanken sollte das Bild insgesamt eine positive Ausstrahlung haben. Deshalb habe ich die verwelkenden Rosenblätter mit leuchtend grünen Blättern und Gänseblümchen ergänzt und den Hintergrund hell und strahlend gestaltet. So wird die Traurigkeit nicht in den Mittelpunkt gestellt. Stattdessen entsteht ein Bild voller Hoffnung und Zuversicht. Es erinnert daran, dass es nach schwierigen Zeiten auch wieder neue Kraft und neues Leben gibt.


Ich persönlich erlebe diese Heilung als einen schrittweisen Prozess. Es braucht Geduld und Zeit. Dabei finde ich Freude in den kleinen Dingen. Ermutigende Bibelverse geben mir Hoffnung, und auch das Malen hilft mir sehr. Helle, leuchtende Farben haben eine starke positive Wirkung auf mich und können meine innere Stimmung verändern! Ich kann nur sagen: Probiere es selbst aus!


